Clemens Klopfenstein
Das Schlesische Tor
„Bilder und Töne aus Berlin beim Schlesischen Tor und der U-Bahn-Endstation vor der Mauer, aus Tokio und aus Hongkong, dazu Audiofetzen vom Falklandkrieg und der Vereidigung der letzten Schmidt-Regierung, durcheinandergemischt und von verwestlichter chinesischer Musik unterstützt, lassen ein Gefühl von Heimweh und Fernweh aufsteigen. Von Sehnsucht, von irgendwo und nirgendwo, wo man zur Flasche, zum Telefon oder zu alten Briefen greifen muss, bis die beruhigende Nacht fällt. Zusätzlich soll dieser Film die Rundheit der Erde spüren lassen, der Morgen von Tokio ist der Abend am Schlesischen Tor: der Lauf des Schattens um die Erde.“ – Clemens Klopfenstein
Clemens Klopfenstein gilt als Filmautor, der sich jeder Anpassung oder jedem kommerziellen Erfolgsrezept verweigert, aber aus seiner Umwelt, seinem Erleben, dem Umgang mit Freunden und der Auseinandersetzung mit dem Filmmedium immer neue, frische, Impulse entwickelt; auch aus der Reaktion auf Landschaften, auf Milieu und Ambiente. Klopfensteins Filme haben oft zu tun mit Reisen und der Erkundung von Landschaften. Darunter besonders hervorzuheben ist seine Nacht-Trilogie, zu der neben „Geschichte der Nacht“ (1978) und „Transes – Reiter auf dem toten Pferd“ auch der in Berlin entstandene und vom DAAD mitproduzierte Film „Das Schlesische Tor“ (1982) zählt. Mehr Informationen auf der Webseite von Clemens Klopfenstein.